Erster Runder Tisch Inklusion: Gemeinsam für eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe
Im Juni 2026 veranstaltete die bevki einen ersten Runden Tisch Inklusion.
Am 23. Juni 2026 lud die bevki erstmals zum Runden Tisch Inklusion ein. Ein neues Format, das Eltern des Fachausschusses Inklusion mit Stakeholdern aus Fachverbänden zusammenbrachte. Ziel war es Akteur*innen bezüglich des Referentenentwurf zum ersten Kinder- und Jugendhilfereformgesetz (1. KJHSRG) in den Austausch zu bringen, Elternperspektiven sichtbar zu machen und den Fokus auf frühkindliche Bildung zu legen, die sonst oft unterrepräsentiert ist.
Perspektiven der Eltern
Vorab führte die bevki eine online-Befragung durch mit der Fragestellung: „Was brauchen Kinder mit Inklusionsbedarf und ihre Familien, damit Inklusion in der Kita tatsächlich gelingt – und wo scheitert sie aktuell?“ Die nicht repräsentative, aber aussagekräftige Erhebung machte deutlich: Eltern müssen Unterstützung oft selbst organisieren und sich gegenüber Einrichtungen, Trägern oder Behörden häufig erklären oder rechtfertigen. Informationen über Rechte, Verfahren und Hilfen kommen zu spät oder gar nicht bei Familien an. Gute Inklusion hängt stark vom Engagement einzelner Personen ab. Familien brauchen verlässliche Ansprechpersonen und nachvollziehbare Verfahren.
Befürchtungen
Im gemeinsamen Austausch wurden kritische Punkte gesammelt:
- Schon jetzt ist das System überfordert, es braucht multiprofessionelle Teams.
- Es besteht die Gefahr, dass individuelle Bedarfe durch Einspar- und Angebotslogiken ausgehebelt werden.
- Unscharfe Begriffe im Referentenentwurf wie „Pooling“ und "infrastrukturelle Angebote" sorgen für Verunsicherung.
- In allen Bundesländern gibt es unterschiedliche Systeme und Zuständigkeiten. Es gibt den Wunsch nach Vereinfachung.
Zentrale Erkenntnisse, mögliche nächste Schritte
- Es braucht gute Informationen in verständlicher Sprache für Eltern, Fachkräfte, Träger und Jugendämter.
- Eine sollte eine Zukunftsvision Kita 2035 entwickelt werden, um langfristige Ziele zu definieren.
- Das 1. KJHSRG bedarf einer Verknüpfung mit dem geplantem Qualitätsentwicklungsgesetz (QEG)
Der Runde Tisch soll mit politischen Stakeholdern fortgesetzt werden. Geplant sind weitere Runden mit Berichterstatter*innen der Fraktionen und weiterer Austausch zu Forderungen, Aktionen und Beispielen guter Praxis.
Die bevki wird den Runden Tisch Inklusion verstetigen und lädt alle Interessierten ein, sich einzubringen. Bei Interesse an einer künftigen Teilnahme wende dich bitte an die bevki-Geschäftsstelle.
Verfasst von bevki-Geschäftsstelle
Mit Hilfe von KI generiert.
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