28.05.2026

Eine Petition starten

Du willst gesellschaftlich etwas verändern aber weißt nicht, wo du anfangen sollst? Eine Petition kann der erste Schritt sein. Wie das geht, zeigen wir dir hier und nehmen uns dabei eine erfolgreiche Kita-Petition als Vorbild.

Eine Petition starten

Was kann eine Petition bewegen?

Als 2015 Kita-Streiks Deutschland lahmlegten, starteten betroffene Eltern die Petition „Für unsere Kinder. Für unsere Kitas."  Über 40.000 Unterschriften wurden gesammelt und setzen ein klares Signal in Richtung Politik.

Petition schreiben 

Eine gute Petition besteht aus drei zentralen Elementen: ein kurzer Titel, der Aufmerksamkeit weckt, eine verständliche Beschreibung des Problems mit klaren Fakten und persönlichen Beispielen sowie konkrete Forderungen. Wichtig ist, nicht nur auf ein Problem aufmerksam zu machen, sondern auch Lösungen vorzuschlagen. Eine Ansprechperson für Rückfragen erhöht zusätzlich die Glaubwürdigkeit der Petition.

Relvante Adressat*innen finden

Petitionen sind besonders wirksam, wenn sie an die richtigen Menschen adressiert sind. Das sind in der Regel diejenigen, die relevante gesellschaftliche Positionen besetzen und dort direkt etwas verändern können, z.B.: Lokale Entscheidungsträger*innen (Bürgermeister*in, Stadträte, Schuldirektor*in) sowie Landes- oder Bundesministerien (z.B. Bildungsministerium, Familienministerium).

Die Kita-Petition richtete sich direkt an die zuständigen Kommunen und Politiker*innen, das machte sie sehr konkret und schwer zu ignorieren.

Verbreitung der Petition

Es gibt bewährte Plattformen, auf denen du in wenigen Minuten deine Petition starten kannst, z.B. change.org, openpetition.de, innn.it und das Petitionsportal des Bundestages.

Du brauchst eine gute Strategie für die Verbreitung deiner Petition. Die Kita-Petition wuchs, weil das Thema viele Menschen unmittelbar betraf und die Botschaft klar war. 

  • Persönliche Kontakte: Schick die Petition an Familie, Freund*innen und Kolleg*innen. 
  • Lokale Gruppen und Vereine: Verbreite deine Petition innerhalb von Elternbeiräten, Vereinen, WhatsApp-Gruppen, Nachbarschaftsforen.
  • Soziale Medien nutzen: Ein ehrlicher Post mit einem persönlichen Statement warum du die Petition gestartet hast, ist zielführender als einen Link ohne persönlichen Bezug.
  • Lokale Presse: Regionalzeitungen greifen gerne Themen auf, die ihre Leserschaft bewegt. Ein kurzes Anschreiben an die Redaktion kann sich lohnen.

Halte deine Unterstützer*innen auf dem Laufenden: Meilensteine (z. B. „Wir haben 1.000 Unterschriften erreicht!") oder nächste Schritte können das Interesse aufrechterhalten.

Was kommt nach der Petition?

Eine Petition endet nicht mit der letzten Unterschrift. Die eigentliche Arbeit beginnt erst danach. Übergib die Unterschriften idealerweise persönlich oder per Brief an die adressierten Stellen. Lade Medien dazu ein und bleibe dran, auch wenn die erste Reaktion ausbleibt.

Die Kita-Petition von 2015 war Teil einer größeren Bewegung. Nicht die Petition allein hat etwas verändert aber sie hat dazu beigetragen, Missstände sichtbar zu machen und die Forderungen der Eltern an die politischen Entscheidungsträger*innen zu tragen. 

Quellenangaben:
www.change.org/Unterstuetzt-unsere-Kitas, abgerufen am 27.05.2026

Verfasst von bevki-geschätstelle

Mit Hilfe von KI generiert.